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Pelzer begrüßt Gleichstellungsmonitor

"Gleichbehandlung ist gewerkschaftliches Kernthema"

 

Bügeln ist noch immer Frauensache, Bild: comedynose

"Die Tatsache, dass Frauen nach wie vor den allergrößten Anteil der unbezahlten Arbeit wie Hausarbeit und Kinderbetreuung verrichten, hat große gesellschaftliche Konsequenzen, vor allem in Hinblick auf die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten", sagt HG1-Vorsitzender Norbert Pelzer. Die ungerechte Verteilung der Familienarbeit sei aus seiner Sicht mit Schuld an der auseinander klaffenden Lohnschere. "Aus diesem Grund begrüße ich den Vorstoß von Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, die Gleichstelllung zwischen Mann und Frau  im Rahmen eines Wiener Gleichstellungsmonitors wissenschaftlich analysieren zu lassen", so Pelzer. Denn nur aufgrund solider Daten könne die Stadt Frauenfördermaßnahmen weiter entwickeln. "Der Wiener Gleichstellungsmonitor ist aus unserer Sicht ein Schritt in die richtige Richtung, weil die Gleichbehandlung von Mann und Frau ein zutiefst gewerkschaftliches Anliegen ist", betont der HG1-Vorsitzende.

 

Frauenbarometer zeigt: Noch immer keine Gleichstellung!
Klassische Haushaltsarbeit, wie Wäsche waschen, bügeln oder kochen, ist nach wie vor Angelegenheit der Frauen. Und zwar unabhängig davon, ob die Frau erwerbstätig ist oder nicht. Das geht aus dem jüngsten SORA-Frauenbarometer 2010 hervor, den Frauenstadträtin Sandra Frauenberger am 1. März präsentiert hat.

 

Frau wäscht bügelt und kocht
68 Prozent der befragten Frauen, die in Partnerschaft leben, gaben an, die Wäsche meist selbst zu waschen und zu bügeln. 23 Prozent machen diese Arbeit gemeinsam mit ihrem Partner aber nur 3 Prozent (!) der Frauen erklärten, die Wäsche werde meistens von ihrem Partner erledigt. Ähnlich verhält es sich beim Thema Kochen: 56 Prozent gaben an, meistens selbst zu kochen, 34 Prozent kochen gemeinsam, aber nur 8 Prozent der Frauen können diese Arbeit meistens dem Partner überlassen. Vom "Aufräumen und Reinigen der Wohnung" sind nur 2 Prozent der befragten Frauen durch ihre Partner befreit.



Kinder sind Frauensache
Neben der Hausarbeit ist auch die vor- und nachmittägliche Kinderbetreuung eine Frauendomäne. Für die Betreuung der unter 6-jährigen am Vormittag (Mehrfachnennungen) steht nach der Kinderkrippe bzw. dem Kindergarten (70 Prozent) die Mutter des Kindes mit 35 Prozent an zweiter Stelle und an dritter Stelle die Großmutter mit 12 Prozent. Am Nachmittag werden die Kinder unter 14 Jahren primär von der Mutter betreut (53 Prozent), gefolgt von Nachmittagsbetreuung (24 Prozent Schule, 22 Prozent im Kindergarten). Danach folgt wiederum die Großmutter (19 Prozent). Weitere Informationen zu dem SORA-Frauenbarometer finden Sie in dieser Presseaussendung.