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SES-Einsatz

Einigung zwischen Gewerkschaft und MA 2

Vereinbarkeit von Arbeit, Beruf und Familie erlebt einen nachhaltigen Wandel. Unsere Dienstgeberin fordert bedarfsorientierte flexiblere Arbeitszeiten, denn die Bediensteten brauchen oft an die jeweilige Lebenssituation angepasste Arbeitszeiten. Gebraucht werden also individuelle Arbeitszeitmodelle, deren Verwaltung einfach und serviceorientiert sein muss.


Handschriftliche Aufzeichnungen gehören der Vergangenheit an. Aus diesem Grund setzt die Stadtverwaltung jetzt das elektronische Arbeitszeiterfassungssystem SES (Staff Efficiency Suite) der Firma ATOSS ein. Für die Arbeitszeiterfassung wird eine Chipkarte verwendet, die z. B. auch als Dienstausweis benutzt werden kann. Die MitarbeiterInnen können künftig Nebengebühren, Absenzen, die Überleitung nach VIPer und die Produktzeitzuordnung selbst administrieren. Anträge auf Erholungsurlaub und Zeitausgleich werden ebenfalls über Chipkarte und Computer selbst verwaltet. Für die KollegInnen ist das einfach und bequem, die Personalverwaltung erspart sich einiges an Aufwand.

 

Frühere Ängste waren unbegründet

Die Gewerkschaft begleitet die Einführung von SES seit Jahren. Nach anfänglichen Vorbehalten der KollegInnen konnte gemeinsam mit der MA 2 inzwischen Vertrauen aufgebaut werden: SES ist kein Kontrollsystem, sondern zeichnet Arbeitszeiten auf, die z. B. für die Abrechnung von Nebengebühren oder die Zuordnung zu Produkten erforderlich sind. Hier liegen die Vorteile auf beiden Seiten: Die Bediensteten haben zu jeder Zeit einen Überblick über Zeitsalden und können Urlaub, Nebengebühren und Zeitausgleich beantragen; die Dienstgeberin findet alle Daten übersichtlich aufgezeichnet und kann daher sehr effizient administrative Aufgaben erledigen.

 

Was gut ist, kann noch besser werden

Ebenso „ermahnt“ SES, wenn die Bestimmungen des Bedienstetenschutzgesetzes (z. B. Ruhezeiten) verletzt werden. Das ist für die Gewerkschaft ebenfalls ein wichtiger Gesichtspunkt, der für die Einführung der Arbeitszeiterfassung gesprochen hat.
Sehr weitreichend hat die Gewerkschaft Einigkeit mit der Dienstgeberin erzielt. Darüber wurde zwischen Gewerkschaft (GdG-KMSfB-Vorsitzender Ing. Christian Meidlinger, HG 1-Vorsitzender Norbert Pelzer) und Dienstgeberin (vertreten durch die MA 2) eine „Gemeinsame Erklärung zur Implementierung und zum Einsatz der elektronischen Arbeitszeiterfassung mit SES im Magistrat der Stadt Wien“ paktiert.


Rahmen, Funktionen, Schnittstellen, Datensicherung, Skartierung und Datenschutz sind dort festgeschrieben, was die gute und transparente Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaft und Dienstgeberin zum Wohle der MitarbeiterInnen unter Beweis stellt. Die eine oder andere Funktion muss allerdings noch nachgebessert werden.


Das SES-Team der MA 2 ist sehr bemüht, die Funktionalitäten laufend zu optimieren.
Über Genehmigung des Urlaubs, halbe Urlaubstage etc. verhandelt die Gewerkschaft derzeit intensiv mit der Dienstgeberin.