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Smartphone-Apps: geheimer Datenübertrag

Mehr als die Hälfte geben BenutzerInnendaten weiter

Smartphone, c) liewcf, flickr.com

Es ist für viele der wichtigste Begleiter durch den Tag, als "Kommunikator" und "Unterhalter": das Smartphone. Neben den bereits zum Standard gewordenen Funktionen wie im Internet surfen, E-Mails lesen und versenden, Fotografieren, soziales Netzwerken (facebook, twitter), Radio hören etc. können zusätzliche - zum Teil sehr originelle - Features in Form von "Apps" aus dem Netz downgeloaded werden. Der "Spaß" hört sich jedoch auf, wenn persönliche Daten im Hintergrund an Dritte weiter verkauft werden, wie das "Wall Street Journal" (Bericht: Dezember 2010) in einem Test von über hundert Apps für iPhone- und Android-Modelle heraus gefunden hat. Rund die Hälfte der Apps-Programme verraten den aktuellen Standort des Telefons und einige sogar Angaben wie Alter und Geschlecht der BenutzerInnen an Firmen.

Datenübertrag im großen Stil
Zu den schlimmsten Programmen zählt "TextPlus 4", ein iPhone-Programm für Textnachrichten, das die Handy-ID-Nummer zusammen mit Postleitzahl, Alter und Geschlecht des Eigentümers an acht Werbefirmen weitergibt. Ähnliches gilt für die Internet-Musikanwendung Pandora, die sowohl bei iPhone- als auch Android-BenutzerInnen Daten an Werbefirmen übermittelt. Der Studie zufolge übertragen iPhones generell mehr Informationen als Android-Apps. Trotz Behauptung von Apple, dass solche Übertragungen ohne die Zustimmung des BenutzerInnen unmöglich seien, würde diese Regel meist gebrochen, schreibt das "Wall Street Journal".


Vielfach keine Datenschutzbedingungen
Von fast der Hälfte der untersuchten App-Anbieter werden überhaupt keine Datenschutzbedingungen in Bezug auf ihre Programme veröffentlicht. Und weder Apple noch Android-Entwickler wie Google verlangen solche Angaben von den Software-Herstellern. Grundsätzlich sei es laut Studie fast unmöglich, Applikationen den Zugang zu individuellen Daten über Gerät und BesitzerInnen zu verwehren.

(Quelle: APA/Computerwelt.at)