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Stadt spart bei NotfallsanitäterInnen

HG1: "Ausbildung muss honoriert werden!"

Im österreichischen Fernsehen sind derzeit wieder die Mitarbeiter der Wiener Berufsrettung zu sehen, deren Kompetenz, Tätigkeit und damit verbundene Verantwortung im Sanitätergesetz definiert wird. Ob der geschätzte Zuseher, oder sogar ein Richter für die Realität „Notfallsanitäter, jedoch nur als Rettungssanitäter verwendet” Verständnis hätte, ist fraglich. Denn auch der Zuseher hätte kein Verständnis, wenn ein Notfallsanitäter, der nicht als solcher entlohnt wird, nicht seiner Ausbildung entsprechend handelt.


Dazu kommt, dass man sich aus Gründen der Diensteinteilung auf dem Rettungswagen (RTW) oft der Dienste der derzeit 83 nichtbezahlten NotfallsanitäterInnen bedient, um komplette Teams mit Verantwortlichen für die PatientInnen zustande zu bringen. Die Personalvetretung kritisiert das immer wieder massiv und kämpft für die adäquate Bezahlung aller Notfallsanitäter der MA 70.


Gewerkschaftlicher Nachdruck für eigenes Gehaltsschema

Seit der Einführung des Sanitätergesetzes und mit der damit verbundenen besseren Ausbildung und den höheren Qualifikationen innerhalb dieser Berufsgruppe im Jahre 2003 kämpft die Personalvertretung um die besoldungsrechtliche Besserstellung. Die Grundforderung war immer die Übernahme der Notfallsanitäter in die Verwendungsgruppe K5 des Krankenpflegeschemas.
Als ersten Schritt konnten wir im Jahre 2009 eine Nebengebühr von damals 350 Euro für die besser ausgebildeten NFS erreichen und der Dienstgeberin das schriftliche Versprechen abringen, ein eigenes Gehaltsschema für die MA 70 zu schaffen. Jetzt schreiben wir 2013, und die Dienstgeberin ist weiterhin säumig. Dass die Verzögerung mit der geplanten allgemeinen Besoldungsreform und deren Kompatibilität zusammenhängt, können wir nicht ausschließen. Unsere Vorsitzenden Christian Meidlinger und Norbert Pelzer haben uns jedenfalls versichert, die Umsetzung unseres neuen Gehaltsschemas unabhängig von der allgemeinen Besoldungsreform mit besonderem Nachtdruck voranzutreiben.


Dem Dieb durch Blitzlichtgewitter nachgerast


Wenn er mit seinem Team und Blaulicht unterwegs ist, haben Radarkameras das Nachsehen. Doch als Notfallsanitäter Mat-thias Kießlinger von seiner Wohnung aus drei Diebe beobachtet hatte, folgte er ihnen mit dem eigenen Auto über Südautobahn, Außenring-Schnellstraße und durchs Wiener Stadtgebiet. Per Handy hielt er die alarmierte Polizei über den jeweiligen Standort auf dem Laufenden. Sie konnte die Übeltäter dank Kießlingers Husarenritt schließlich fassen, doch der war inzwischen von drei Radarkameras geblitzt worden. Dem engagierten Kollegen ließ das drei Strafbescheide ins Haus flattern. Landtagspräsident Prof. Harry Kopietz, Vizepräsident der Helfer Wiens, überreichte ihm kürzlich einen Helfer-Wiens-Preis für Zivilcourage – und zahlte prompt die Strafgebühren aus eigener Tasche.

 

gerhard.angster(at)wien.gv.at