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Thema: Pensionsantrittsalter

Wiens Parteien im Wien-Wahl Gewerkschafts-Check

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Am 10. Oktober 2010 ist es wieder so weit: Rund 1,2 Millionen wahlberechtigte Wienerinnen und Wiener werden darüber entscheiden, welche Partei in Wien den Bürgermeister stellt und welche Partei gestärkt oder geschwächt in das nächste Jahrzehnt gehen wird. Aber was bedeutet die Wahl konkret für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt? Oftmals werden politische Konflikte von verschiedenen Parteien auf den Köpfen der Wiener Beamtenschaft ausgetragen. Zu faul, zu jung in Pension und zu viele Zulagen – nur einige der Vorwürfe. Wie aber antworten SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne im großen Wien-Wahl-Gewerkschafts-Check.

 

Thema: Wie stehen Wiens Parteien zum Pensionsantrittsalter der Beamtenschaft der Stadt Wien?

 

 

SPÖ
Es gibt keinen Grund, das Pensionsrecht der Wiener Gemeindebediensteten zu verschlechtern. Die 2005 durchgeführte Wiener Reform erreicht die Ziele des Bundes. Vor allem für Frauen geschieht das in einer sozial gerechteren Weise als durch die Bundesregelung. Das faktische Pensionsantrittsalter wird durch viele Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention steigen. In diesen Bereichen liegt in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt. Kranke MitarbeiterInnen müssen auch in Zukunft ohne Sorgen um ihre finanzielle Absicherung in Pension gehen können.

 

ÖVP
Beamte und Vertragsbedienstete werden im Gemeindedienst pensionsrechtlich unterschiedlich behandelt. Fest steht, dass die Wiener BeamtInnen im Vergleich zu ihren Kollegen im Bund im Schnitt früher in Pension gehen, nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen. Hier muss die Stadt Wien die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern, damit die KollegInnen Voraussetzungen haben, deutlich länger im Arbeitsleben zu verbleiben.

 

FPÖ
Das Pensionsantrittsalter der Wiener Beamtenschaft ist gesetzlich mit 65 Jahren dem der Bundesbeamten gleichgestellt. In der Realität weicht es durch die starke Inanspruchnahme der Berufsunfähigkeitspension – verursacht durch physische und psychische Belastung – jedoch intensiv davon ab. Zur Zurückdrängung dieser Belastungen der Bediensteten ist die Einrichtung gezielter Maßnahmen unerlässlich.

 

GRÜNE
Eine Debatte über das Pensionsantrittsalter ist mehr als entbehrlich. Vielmehr müsste die Stadt Wien als Arbeitgeberin darauf achten, das Arbeitsumfeld so zu gestalten, dass es den Beschäftigten möglich ist, ohne körperliche und psychische Beeinträchtigung ihrer Tätigkeit nachzukommen, um anschließend ihre Pension auch genießen zu können.