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Verantwortungslos

"Wir fordern ein modernes Besoldungssystem!"

Michael Kerschbaumer, Bild: HG1

Die Anforderungen an die Bediensteten der Stadt Wien haben sich enorm gewandelt. Deshalb brauchen wir endlich ein modernes Besoldungssystem.
Ein Kommentar von Michael Kerschbaumer.

 

Entrümpeln
Das aktuelle Dienstrecht und Besoldungssystem stammen aus einer Zeit, als noch vieles über einen Kamm geschoren wurde. Inzwischen haben sich Berufsbilder und Ausbildungswege fundamental geändert: Immer entscheidender sind Faktoren wie Vorbildung, Erfahrung, Anforderungen am Arbeitsplatz oder Leistungsbereitschaft. Wer verantwortungsvoll mit seinem Personal umgeht, muss deshalb zuallererst die Dienstposten analytisch bewerten – und darauf eine moderne, faire und transparente Besoldung und Personalpolitik begründen. Unter Berücksichtigung der Ausweitung der Lebensarbeitszeit ist darauf zu achten, dass die Altersgerechtigkeit dabei nicht zu kurz kommt.

 

Leere Schlagwörter
Das Wichtigste: Berechenbarkeit und Verlässlichkeit. Heute hü und morgen hott, das ist zutiefst unfair. „Mehr Bürgerservice“ und „umfassendere Leistungen des Magistrats“ – diese Schlagwörter hören sich gut an. Sie finden sich auch im Arbeitsprogramm der rot-grünen Stadtregierung. Meine Frage: Wenn beim Personal zuletzt nachgedacht wird, ja sogar gespart werden soll – wo soll dann die geforderte Mehrleistung herkommen?

 

(Michael Kerschbaumer, Artikel im teamwork, 01/2011, Seite 5)