News Archiv Beiträge 

Verwirrender Gehaltsbeleg?

Was die "Codes" auf dem Gehaltszettel bedeuten

Manfred Obermüller, HG1

Verwendungsgruppen und Schemata
Die Verwendungsgruppe zeigt Ihren Bedienstetenstatus an: „A“ steht für AkademikerInnen, „B“ für Fachbedienstete des Verwaltungsdienstes, „C“, „D“ und „D1“ für Kanzleibedienstete, „1“, „2“, „3P“, „3A“, „3“ und „4“ stehen für handwerkliche Verwendungen, „E“ und „E1“ z.B. für Organe der Kurzparkzonen-überwachung usw. BeamtInnen der handwerklichen Verwendung finden sich im Schema I, der Verwaltungsdienst im Schema II. Die Schemata III und IV enthalten die analogen Beträge für die Vertragsbediensteten Dienstklassen, Grundlaufbahn und mehr. Die berufliche Karriere in der Grundlaufbahn der Schemata II und IV beginnt in der Dienstklasse III, also zum Beispiel C III. Höherwertige Dienstposten lesen sich so: C IV, C V, B VI, B VII, A VII, A VIII und A IX. Der Vorrückungsstichtag zeigt den Zeitpunkt der regelmäßigen Stufenvorrückung (z.B. 26.2.2012). Das bedeutet, dass die nächste ordentliche Gehaltsvorrückung mit Wirksamkeit vom 1.3.2012 stattfinden wird.


Anschauliches Beispiel: Ein Maturant, aufgenommen als Vertragsbediensteter, der 20 Jahre im Magistrat tätig ist (ohne anrechenbare Vordienstzeiten), ist daher in Schema IV (Vertragsbediensteter im Verwaltungsdienst)/Verwendungsgruppe B (Maturant)/Gehaltsstufe 10 (nach zehn Mal zweijährlicher Gehaltsvorrückung) eingereiht.

 

Diese Bezüge befüllen das Gehaltskonto
Das Grundgehalt finden Sie auf dem Gehaltsbeleg links oben (Rubrik „Bezüge“). Dort stehen auch Sonderzahlungen und Ergänzungs- oder Ausgleichszulagen, einige Dienstzulagen und die Kinderzulage. Rechts oben finden Sie Ihre Nebengebühren (Nach-/Rückzahlungen), die zwei Monate im Nachhinein ausbezahlt werden.


Das bedeutet z.B., dass die Nebengebühren für Oktober mit dem Dezemberbezug angewiesen werden. Was davon pensionsanrechenbar ist, finden Sie auf Ihrem Gehaltsbeleg in der unteren linken Spalte als sogenannten RVZG-Wert. Diesen Wert, der jährlich angepasst wird, multiplizieren Sie mit 22,4489 (Stand 2011).


Die Summe, die Sie erhalten, bildet Ihre pensionsanrechenbaren Nebengebühren. Z.B.: Ein Bediensteter hat Nebengebühren in der Höhe von 623,40 €. Der RVZG-Wert beträgt 19,232. Daher: 19,232 x 22,489 = 432,51 Euro. Dieser Wert ist anrechenbar für die Pension oder den Ruhestand, die Differenz von 190,89 Euro nicht. Steuerpflichtige Abgaben finden Sie noch links unten (Abzüge). Der Auszahlungsbetrag ist rechts unten angeführt.

 

Manfred Obermüller