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Visionen gefragt

Leitartikel der aktuellen teamwork-Ausgabe

Michael Kerschbaumer, Bild: HG 1

Der Gewerkschaft gehen die spannenden Aufgaben nicht aus. Manches steht schon länger auf der Agenda, weil die Verhandlungen langwierig und zäh verlaufen. Anderes ergibt sich aus neuen Entwicklungen, die den Schutz der ArbeitnehmerInnen erfordern und genau beobachtet werden müssen. Da geht es um Anliegen, die uns schon lange auf den Nägeln brennen, wie etwa die Einführung eines neuen Gehaltssystems.


Interessant wäre eine Bezahlung nach Aufgabe und Verantwortung. Die von der europäischen Union kritisierte Altersdiskriminierung von Jüngeren könnte so erfolgreich bekämpft werden. Die gläsernen Ausbildungsplafonds könnten durchlässiger werden. Guten Einkommensperspektiven steht möglicherweise eine schwierigere Lebensplanung gegenüber. Die alljährlich medial angeheizte Diskussion um Zulagen sollte uns zu einer Gehaltsdarstellung führen die solche Diskussionen ausschließt.

 

Seit 15. April ist ein langjähriges Anliegen des Personalgruppenausschusses B für Ausbildungswege, die es bei der Gestaltung des gültigen Besoldungsrechts noch nicht gab, erfüllt: Jetzt ist es möglich, sich maximal drei Jahre eines Studiums an einer Fachhochschule als Vordienstzeit anrechnen zu lassen. Diese Bestimmung gilt rückwirkend ab 1. Jänner 2011. Wichtig ist der Gewerkschaft auch die neue Mechatronic-Vereinbarung mit der Dienstgeberin, die die Sicherheit von Personen und Objekten mit einem Vier-Augen-Prinzip des Persönlichkeits- und Datenschutzes verbindet.


Und die Gewerkschaft hat seit ihrer Gründung immer wieder ihre Fähigkeit zu Visionen bewiesen, sonst gäbe es vieles nicht, das uns heute selbstverständlich ist. Lesen Sie in dieser Ausgabe des aktuellen teamwork, worüber sich die Gewerkschaft in puncto langfristige Perspektiven Gedanken macht.


Michael Kerschbaumer